Masern: Die Schutzimpfung als gesetzliche Pflicht

In Deutschland gilt ab dem 1. März 2020 eine Impfpflicht gegen Masern. Kita-Kinder, Schüler aber auch bestimmte Erwachsene müssen nachweisen, dass sie über einen ausreichenden Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern verfügen. Nachgewiesen werden kann die Impfung bzw. die Immunität über durch den Impfausweis oder eine ärztliche Bescheinigung, dass in der Vergangenheit bereits eine Masernerkrankung vorlag.

In den vergangenen Jahren breitete sich die Krankheit in Deutschland, wie auch in ganz Europa, wieder stärker aus. Eine Masernerkrankung ist eine Viruserkrankung und für Kinder unter vier Jahren und Erwachsene über 20 Jahren sogar oftmals mit einer stationären Behandlung in einem Krankenhaus verbunden. Weil die Masern hochansteckend sind, führt fast jeder Kontakt mit einer erkrankten Person zu einer Ansteckung.

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Wen betrifft die Impfpflicht?

Unter die Impfpflicht fallen neben Kindern auch viele Beschäftigte in der Betreuung von Kindern oder in medizinischen Einrichtungen (vgl. §§ 23 und 33 IfSG). Personen, die in diesen Einrichtungen und Betrieben arbeiten, haben dem Arbeitgeber vor Beginn der Tätigkeit einen Nachweis zur Dokumentation vorzulegen.

Betroffen sind somit unter anderem:

  • Kindertageseinrichtungen, Kinderhorte, Heime und Ferienlager
  • Schulen und andere Ausbildungseinrichtungen
  • Krankenhäuser
  • Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
  • Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken und Entbindungseinrichtungen
  • Arzt- und Zahnarztpraxen
  • Öffentliche Gesundheitseinrichtungen für medizinische Untersuchungen und Präventionsmaßnahmen
  • Ambulante Pflegedienste und Wohngruppen

Wer kann die Schutzimpfung durchführen?

Die Schutzimpfung gegen Masern kann von jedem Arzt durchgeführt werden. Im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge gilt, dass die Durchführung der Impfung auf freiwilliger Basis erfolgt. Sie kann nicht gegen den Willen das Arbeitnehmers erfolgen.

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail! Wir beraten Sie gerne.

2019-12-05T15:20:23+01:0005.12.2019|Allgemein|